Mit den Hirten gehen

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Einfach untergebracht, ein zugereistes Paar mit einem Säugling, vor wenigen Stunden geboren. Der Aufenthalt in Bethlehem soll nicht lange dauern, eine lästige Behördenpflicht hat die Familie hergeführt. Bekannte oder Verwandte haben sie nicht an diesem Ort, es war ihnen schwer gefallen eine Unterkunft zu finden. Niemand hat wirkliches Interesse für das fremde Paar und das Baby. Doch jetzt, in der Nacht, klopfen Besucher an. Nanu? Was ist denn los? Die Hirten von den Feldern kommen! Vor der Stadt hüten sie die Ziegen und die Schafe, halten Wache in der Kälte, lauschen in die Dunkelheit hinein, verscheuchen Wölfe und Hyänen. Es sind einfache Leute, wach und mutig, die harte Arbeit und die Gefahren der Nacht gewöhnt. Die Sorge um die Tiere macht sie zu jeder Stunde handlungsbereit. Vielleicht haben sie deshalb die Stimme des Engels und das Licht wahrgenommen, das zur Krippe ruft, in der Jesus, der Retter und Erlöser, liegt. Ich hoffe, wir teilen mit den Hirten von Bethlehem sehende und hörende Herzen, liebende Achtsamkeit und die Bereitschaft zur Tat. Auch wir sind nämlich eingeladen mit ihnen zur Krippe zu kommen, um Christus zu schauen, der in unsere Welt gekommen ist, um jede Nacht hell zu machen.